Mehr als 60 zusätzliche Projekte ab 2027
Für die neuen Vorhaben ist kein gesonderter Förderaufruf vorgesehen. Stattdessen werden bereits eingereichte und begutachtete IGF-Projekte daraufhin geprüft, ob sie die Voraussetzungen für eine Förderung aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen erfüllen.
Eine wichtige Voraussetzung für die Förderung ist der Bezug zum Rheinischen Revier. Die Vorhaben müssen die für die Region definierten Zielsetzungen im Rahmen der IGF-Förderung erfüllen und einen entsprechenden Regionalbezug aufweisen. In begründeten Fällen kann dabei auch berücksichtigt werden, ob ein Projekt seine Wirkung im Rheinischen Revier entfaltet. Autorisierte IGF-Forschungsvereinigungen werden in Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und Unternehmen die Projekte umsetzen.
Die Auswahl der geeigneten Vorhaben erfolgt in enger Abstimmung zwischen dem BMWE und dem MWIKE. Dabei können die etablierten Auswahl- und Begutachtungsverfahren der IGF genutzt werden, sodass die zusätzlichen Projekte zügig auf den Weg gebracht werden können.
Von klimafreundlicher Produktion bis zur Gewebemodellierung
Wie vielfältig die Themen sind, an denen IGF-Projekte mit Bezug zum Rheinischen Revier bereits heute arbeiten, zeigen zwei Beispiele aus der IGF.
Im Projekt HT-Heiz werden neuartige Widerstandsheizelemente entwickelt, mit denen bislang gasbeheizte Wärmebehandlungsanlagen elektrifiziert werden können. Ziel ist es, fossile Energieträger zu ersetzen und CO₂-Emissionen in industriellen Prozessen zu reduzieren. Dafür entsteht ein Schichtsystem aus isolierenden und leitfähigen Schichten, das mittels thermischen Spritzens auf metallische oder keramische Trägermaterialien aufgebracht wird.
Einen ganz anderen Anwendungsbereich nimmt das Projekt GELSERT in den Blick. Hier wird eine neuartige faserige Hydrogelmembran entwickelt, deren Steifigkeit, Durchlässigkeit und Oberfläche gezielt angepasst werden können. Damit sollen im Labor In-vitro-Gewebemodelle hergestellt werden, die der natürlichen Umgebung von Zellen im Körper möglichst nahekommen. Das Projekt eröffnet damit neue Möglichkeiten für 3D-Zellkulturen und Gewebemodellierung und adressiert zugleich einen wachsenden Markt für deutsche KMU.
Welche Vorhaben gefördert werden und welche Ergebnisse daraus entstehen, werden wir künftig auf der IGF-Website begleiten.