Über die IGF

Forschungsvereinigungen müssen für die Antragstellung im Rahmen der IGF autorisiert sein. Noch nicht autorisierte Forschungsvereinigungen können einen Antrag auf Autorisierung im Förderprogramm Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) stellen, wenn die Kriterien gemäß der Anlage Förderrichtline erfüllt sind.

Die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) ist ein europaweit einzigartiges, themenoffenes und vorwettbewerbliches Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), das kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) einen einfachen Zugang zu praxisorientierter Forschung ermöglicht.

Eine Kurzdarstellung veranschaulicht den Prozess von der Idee bis zur Veröffentlichung des Forschungsergebnisses.

Hier finden Sie eine Übersicht aller IGF-Forschungsvereinigungen.

IGF bewegt: Erhalten Sie in Bild und Ton Einblicke in die IGF.

Mit den Mitteln der IGF werden im transnationalen Netzwerk CORNET auch Projekte gemeinsam mit internationalen Kooperationspartnern durchgeführt ...

Geförderte Projekte

Im Rahmen des IGF-Kongresses wurde das IGF-Projekt des Jahres 2025 gewählt. Unter 23 Einreichungen hat der Wissenschaftliche Rat der IGF drei Finalisten nominiert. Das Gewinner-Team wurde durch das Publikum gewählt.

Ein kleiner Ausschnitt der bisher rund 12000 geförderten Projekte bietet einen Einblick in die Vielfalt der Forschungsthemen.

Die Projektdatenbank der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) umfasst rund 12000 abgeschlossene und laufende IGF-Vorhaben seit dem Jahr 1995 und wird regelmäßig aktualisiert.

Service
FAQ

30 Millionen Euro zusätzlich für IGF-Projekte im Rheinischen Revier

Gute Nachrichten für die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) und das Rheinische Revier: In 2027 können mehr als 60 zusätzliche IGF-Projekte mit Bezug zur Region starten. Dafür stehen der IGF 30 Millionen Euro aus den Mitteln des Investitionsgesetzes Kohleregionen zur Verfügung.

Durch Kooperation des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) und des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIKE) wurden Mittel des Investitionsgesetzes Kohleregionen (InvKG) für die IGF beantragt. Die Maßnahme wurde nun mit einem Volumen von 30 Millionen Euro beschlossen.

Der Strukturwandel im Rheinischen Revier stellt Wirtschaft und Forschung vor große Aufgaben und eröffnet zugleich Raum für neue Technologien und innovative Produktionsverfahren. Die Mittel ermöglichen es, weitere IGF-Forschungsprojekte auf den Weg zu bringen, in denen Wissenschaft und Unternehmen gemeinsam an Lösungen für die Region arbeiten.

Photovoltaik und Fabrik

©1971305221: Adobe Stock/ Gerd

Mehr als 60 zusätzliche Projekte ab 2027

Für die neuen Vorhaben ist kein gesonderter Förderaufruf vorgesehen. Stattdessen werden bereits eingereichte und begutachtete IGF-Projekte daraufhin geprüft, ob sie die Voraussetzungen für eine Förderung aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen erfüllen.

Eine wichtige Voraussetzung für die Förderung ist der Bezug zum Rheinischen Revier. Die Vorhaben müssen die für die Region definierten Zielsetzungen im Rahmen der IGF-Förderung erfüllen und einen entsprechenden Regionalbezug aufweisen. In begründeten Fällen kann dabei auch berücksichtigt werden, ob ein Projekt seine Wirkung im Rheinischen Revier entfaltet. Autorisierte IGF-Forschungsvereinigungen werden in Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und Unternehmen die Projekte umsetzen. 

Die Auswahl der geeigneten Vorhaben erfolgt in enger Abstimmung zwischen dem BMWE und dem MWIKE. Dabei können die etablierten Auswahl- und Begutachtungsverfahren der IGF genutzt werden, sodass die zusätzlichen Projekte zügig auf den Weg gebracht werden können.

Von klimafreundlicher Produktion bis zur Gewebemodellierung

Wie vielfältig die Themen sind, an denen IGF-Projekte mit Bezug zum Rheinischen Revier bereits heute arbeiten, zeigen zwei Beispiele aus der IGF.

Im Projekt HT-Heiz werden neuartige Widerstandsheizelemente entwickelt, mit denen bislang gasbeheizte Wärmebehandlungsanlagen elektrifiziert werden können. Ziel ist es, fossile Energieträger zu ersetzen und CO₂-Emissionen in industriellen Prozessen zu reduzieren. Dafür entsteht ein Schichtsystem aus isolierenden und leitfähigen Schichten, das mittels thermischen Spritzens auf metallische oder keramische Trägermaterialien aufgebracht wird.

Einen ganz anderen Anwendungsbereich nimmt das Projekt GELSERT in den Blick. Hier wird eine neuartige faserige Hydrogelmembran entwickelt, deren Steifigkeit, Durchlässigkeit und Oberfläche gezielt angepasst werden können. Damit sollen im Labor In-vitro-Gewebemodelle hergestellt werden, die der natürlichen Umgebung von Zellen im Körper möglichst nahekommen. Das Projekt eröffnet damit neue Möglichkeiten für 3D-Zellkulturen und Gewebemodellierung und adressiert zugleich einen wachsenden Markt für deutsche KMU.

Welche Vorhaben gefördert werden und welche Ergebnisse daraus entstehen, werden wir künftig auf der IGF-Website begleiten.