Finalist für das IGF-Projekt des Jahres 2026: Neue Werkstoffe für eine resiliente Industrie
Weniger Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen, geringere Kosten und gleichzeitig leistungsfähiger Verschleißschutz: Das IGF-Projekt „NbC-basierte Hartmetallzusammensetzungen als strategischer Werkstoffersatz für WC-Co in der Oberflächentechnik“ der Forschungsvereinigung Schweißen und verwandte Verfahren e. V. des DVS verbindet zentrale Herausforderungen der Industrie und gehört zu den drei Finalisten für das „IGF-Projekt des Jahres 2026“.
Verschleißschutz ist in zahlreichen Branchen unverzichtbar – vom Maschinenbau über die Energie- und Automobilindustrie bis hin zur Luftfahrt. Viele heute eingesetzte Lösungen basieren jedoch auf Wolfram und Cobalt. Das macht Unternehmen abhängig von kritischen Rohstoffen und bringt zusätzliche Herausforderungen bei Kosten, Verfügbarkeit und Materialwahl mit sich.
Das Projekt setzt deshalb auf einen alternativen Werkstoff auf Basis von Niobcarbid. Die entwickelten Beschichtungen bieten eine hohe Verschleißbeständigkeit und lassen sich mit etablierter Anlagentechnik verarbeiten. Erfolgreich beschichtete Demonstratorbauteile – darunter Bremsscheiben – zeigen das Potenzial für konkrete industrielle Anwendungen.