Über die IGF

Forschungsvereinigungen müssen für die Antragstellung im Rahmen der IGF autorisiert sein. Noch nicht autorisierte Forschungsvereinigungen können einen Antrag auf Autorisierung im Förderprogramm Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) stellen, wenn die Kriterien gemäß der Anlage Förderrichtline erfüllt sind.

Die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) ist ein europaweit einzigartiges, themenoffenes und vorwettbewerbliches Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), das kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) einen einfachen Zugang zu praxisorientierter Forschung ermöglicht.

Eine Kurzdarstellung veranschaulicht den Prozess von der Idee bis zur Veröffentlichung des Forschungsergebnisses.

Hier finden Sie eine Übersicht aller IGF-Forschungsvereinigungen.

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Mit den Mitteln der IGF werden im transnationalen Netzwerk CORNET auch Projekte gemeinsam mit internationalen Kooperationspartnern durchgeführt ...

Geförderte Projekte

Im Rahmen des IGF-Kongresses wurde das IGF-Projekt des Jahres 2025 gewählt. Unter 23 Einreichungen hat der Wissenschaftliche Rat der IGF drei Finalisten nominiert. Das Gewinner-Team wurde durch das Publikum gewählt.

Ein kleiner Ausschnitt der bisher rund 12000 geförderten Projekte bietet einen Einblick in die Vielfalt der Forschungsthemen.

Die Projektdatenbank der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) umfasst rund 12000 abgeschlossene und laufende IGF-Vorhaben seit dem Jahr 1995 und wird regelmäßig aktualisiert.

Service
FAQ

Finalist für das IGF-Projekt des Jahres 2026: Neue Werkstoffe für eine resiliente Industrie

Weniger Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen, geringere Kosten und gleichzeitig leistungsfähiger Verschleißschutz: Das IGF-Projekt „NbC-basierte Hartmetallzusammensetzungen als strategischer Werkstoffersatz für WC-Co in der Oberflächentechnik“ der Forschungsvereinigung Schweißen und verwandte Verfahren e. V. des DVS verbindet zentrale Herausforderungen der Industrie und gehört zu den drei Finalisten für das „IGF-Projekt des Jahres 2026“.

Verschleißschutz ist in zahlreichen Branchen unverzichtbar – vom Maschinenbau über die Energie- und Automobilindustrie bis hin zur Luftfahrt. Viele heute eingesetzte Lösungen basieren jedoch auf Wolfram und Cobalt. Das macht Unternehmen abhängig von kritischen Rohstoffen und bringt zusätzliche Herausforderungen bei Kosten, Verfügbarkeit und Materialwahl mit sich. 

Das Projekt setzt deshalb auf einen alternativen Werkstoff auf Basis von Niobcarbid. Die entwickelten Beschichtungen bieten eine hohe Verschleißbeständigkeit und lassen sich mit etablierter Anlagentechnik verarbeiten. Erfolgreich beschichtete Demonstratorbauteile – darunter Bremsscheiben – zeigen das Potenzial für konkrete industrielle Anwendungen. 

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© Forschungsvereinigung Schweißen und verwandte Verfahren e.V. des DVS

Neue Chancen für kleine und mittlere Unternehmen

Für KMU bietet die Entwicklung mehrere Vorteile: Bestehende Anlagen können weiter genutzt werden, zusätzliche Investitionen in neue Prozesstechnik sind nicht zwingend erforderlich. Gleichzeitig können die neuen Werkstoffe dazu beitragen, die Abhängigkeit von Wolfram und Cobalt zu verringern. Die Projektergebnisse zeigen zudem ein deutliches Kostensenkungspotenzial gegenüber bisherigen Werkstoffen. 

Davon können unter anderem Pulverhersteller, Beschichtungsdienstleister und industrielle Anwender profitieren. Die Ergebnisse werden bereits gemeinsam mit Unternehmen weiterdiskutiert und sollen in weiteren Forschungs- und Entwicklungsprojekten fortgeführt werden. 

Das Projekt macht damit sichtbar, wofür die Industrielle Gemeinschaftsforschung steht: Forschung und Unternehmen entwickeln gemeinsam Lösungen für aktuelle industrielle Herausforderungen und schaffen neue Perspektiven insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen.

Wer wird IGF-Projekt des Jahres 2026?

Beim IGF-Kongress am 29. September 2026 in Berlin stellen sich die drei Finalprojekte dem Publikum vor. Vor Ort entscheidet sich, welches Projekt den Titel „IGF-Projekt des Jahres 2026“ erhält.

Noch sind letzte Plätze verfügbar: Jetzt anmelden, die Finalprojekte kennenlernen und beim IGF-Kongress dabei sein.