Über die IGF

Forschungsvereinigungen müssen für die Antragstellung im Rahmen der IGF autorisiert sein. Noch nicht autorisierte Forschungsvereinigungen können einen Antrag auf Autorisierung im Förderprogramm Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) stellen, wenn die Kriterien gemäß der Anlage Förderrichtline erfüllt sind.

Die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) ist ein europaweit einzigartiges, themenoffenes und vorwettbewerbliches Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), das kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) einen einfachen Zugang zu praxisorientierter Forschung ermöglicht.

Eine Kurzdarstellung veranschaulicht den Prozess von der Idee bis zur Veröffentlichung des Forschungsergebnisses.

Hier finden Sie eine Übersicht aller IGF-Forschungsvereinigungen.

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Mit den Mitteln der IGF werden im transnationalen Netzwerk CORNET auch Projekte gemeinsam mit internationalen Kooperationspartnern durchgeführt ...

Geförderte Projekte

Im Rahmen des IGF-Kongresses wurde das IGF-Projekt des Jahres 2025 gewählt. Unter 23 Einreichungen hat der Wissenschaftliche Rat der IGF drei Finalisten nominiert. Das Gewinner-Team wurde durch das Publikum gewählt.

Ein kleiner Ausschnitt der bisher rund 12000 geförderten Projekte bietet einen Einblick in die Vielfalt der Forschungsthemen.

Die Projektdatenbank der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) umfasst rund 12000 abgeschlossene und laufende IGF-Vorhaben seit dem Jahr 1995 und wird regelmäßig aktualisiert.

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Forschung für den Mittelstand - Die IGF-Projektdatenbank

Die Projektdatenbank der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) umfasst rund 12000 abgeschlossene und laufende IGF-Vorhaben seit dem Jahr 1995 und wird regelmäßig aktualisiert.

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Strukturierte Beleuchtung und hyperspektrale Bildgebung als neuartiger Ansatz zur Tumorerkennung in der Dermatologie

Laufzeit:01.08.2017 - 30.04.2020
Vorhaben-Nr. 19639 N

Forschungsvereinigung:

Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik e.V. - F.O.M.
Werderscher Markt 15
D-10117 Berlin
Tel.: +49 30 414021-39

Forschungseinrichtung:

  • Institut für Lasertechnologien in der Medizin und Meßtechnik an der Universität Ulm

Vorhabenbeschreibung:

Logo Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Die konventionelle Spektroskopie erlaubt keine quantitative Bestimmung der Inhaltsstoffe, wie z. B. die Sauerstoffsättigung im Blut oder die Schadstoffkonzentration in Lebensmitteln, ohne aufwendige Kalibrationsmessungen, da dies eine Trennung von Absorption und Streuung voraussetzt. Dies und die Nachteile einer Punktmessung sollen im Projekt durch Kombination eines hyperspektralen Messsystems mit einer strukturierten Beleuchtung überwunden werden. Mittels hyperspektraler Bildgebung können Änderungen in den optischen Eigenschaften der Haut ortsaufgelöst erfasst werden. Durch strukturierte Beleuchtung können mit entsprechenden Algorithmen aus den bei variierender Streifenposition aufgenommenen Bildern die optischen Eigenschaften ortsaufgelöst bestimmt werden.

Im Projekt soll dies am Beispiel der Früherkennung von Vorstufen des malignen Melanoms gezeigt werden, deren frühzeitige Erkennung und Exzision entscheidende Faktoren für eine günstige Prognose sind.

Basis für das Projektvorhaben sind ein am ILM entwickeltes multifokales hyperspektrales Kamerasystem und vorhandene Aufbauten zur strukturierten Beleuchtung. Nach Definition der Anforderungen und grundlegenden Untersuchungen soll ein geeignetes Systemkonzept erarbeitet und in einem Demonstrator umgesetzt und evaluiert werden.

Die wirtschaftliche Bedeutung ist für Hersteller optischer Komponenten und medizinischer Geräte (u. a. zur Tumorerkennung der Mundschleimhaut, objektiver Zahnfarbenmessung, tiefenaufgelöster Blutflussmessung), aber auch in anderen Branchen, z. B. der Lebensmittelkontrolle (Reifegradbestimmung, Schadstoffgehalt, Keimbelastung), Pharmazie (Qualitätskontrolle / Stoffanalyse), Papier- und Textilindustrie (Qualitätskontrolle beim Bedrucken) und im Sorting (z. B. Mülltrennung) sehr hoch.

Die mit diesen Anwendungen verknüpften Produkte und Dienstleistungen erfordern keinen hohen Investitionsaufwand, weswegen die hier zu entwickelnde Technologie insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit von KMU fördert.

Ergebniszusammenfassung:

Aufbau verschiedener Laborsystme zur bildgebenden Bestimmung der optischen Eigenschaften, darunter ein kombiniertes Messsystem aus Hyperspektralkamera und strukturierter Weißlichtbeleuchtung und ein Messsystem aus Schwarz-Weißkamera und strukturierter multispektraler Beleuchtung über 9 LEDs. Entwicklung und Aufbau eines Funktionsdemonstrators zur kombinierten multispektralen und strukturierten Beleuchtung und Bilderfassung.

Es wurden Algorithmen für eine verbesserte Auswertung der unter strukturierter Beleuchtung erfassten Daten entwickelt, u.a. mit einer um den Faktor 100 schnelleren Bestimmung des Absorptions- und Streukoeffizienten, einer Bestimmung der Topographie aus der Streifenverformung und Berücksichtigung der Topographie bei der Bestimmung der optischen Eigenschaften.

Es wurden zwei verschiedene multispektrale, LED-basierte Lichtquellen inkl. Farbmischung und Homogenisierung über Glasstäbe entwickelt und aufgebaut. Dazu angepasst wurde ein Streifenprojektionssystem entwickelt und aufgebaut, mit umlaufendem variierendem Streifenmuster.

Die Laboraufbauten können für verschiedene Messaufgaben u.a. zur Qualitätssicherung, Lebensmittelkontrolle und Farbbestimmung z.B. an Zähnen verwendet werden.

Neben der Früherkennung von Melanomen sind weitere medizinische Anwendungen des Messsystems die Erkennung anderer Tumorarten und Gewebeveränderungen, u.a. prämaligne Läsionen der Mundschleimhaut, in Kombination mit einer Funduskamera Erkrankungen an der Netzhaut, die Kolposkopie und, in Verbindung mit dem Endoskop, z.B. die Diagnostik der Endometriose. Industrielle Anwendungen sind Müllsortierung, Lebensmittelkontrolle, Konzentrationsbestimmungen z.B. von Tabletten in der Pharmaindustrie.

Die LED-Lichtquellen können in angepasster Form überall dort eingesetzt werden, wo eine homogene Beleuchtung gefragt ist, u.a. zur Fluoreszenzanregung in Mikroskopen, Endoskopen und IVD-Geräten, für die PDT in Verbindung mit Methylenblau und für industrielle Beleuchtungsaufgaben.