Forschungsvereinigungen müssen für die Antragstellung im Rahmen der IGF autorisiert sein. Noch nicht autorisierte Forschungsvereinigungen können einen Antrag auf Autorisierung im Förderprogramm Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) stellen, wenn die Kriterien gemäß der Anlage Förderrichtline erfüllt sind.
Die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) ist ein europaweit einzigartiges, themenoffenes und vorwettbewerbliches Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), das kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) einen einfachen Zugang zu praxisorientierter Forschung ermöglicht.
Eine Kurzdarstellung veranschaulicht den Prozess von der Idee bis zur Veröffentlichung des Forschungsergebnisses.
Hier finden Sie eine Übersicht aller IGF-Forschungsvereinigungen.
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Mit den Mitteln der IGF werden im transnationalen Netzwerk CORNET auch Projekte gemeinsam mit internationalen Kooperationspartnern durchgeführt ...
Im Rahmen des IGF-Kongresses wurde das IGF-Projekt des Jahres 2025 gewählt. Unter 23 Einreichungen hat der Wissenschaftliche Rat der IGF drei Finalisten nominiert. Das Gewinner-Team wurde durch das Publikum gewählt.
Ein kleiner Ausschnitt der bisher rund 12000 geförderten Projekte bietet einen Einblick in die Vielfalt der Forschungsthemen.
Die Projektdatenbank der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) umfasst rund 12000 abgeschlossene und laufende IGF-Vorhaben seit dem Jahr 1995 und wird regelmäßig aktualisiert.
Hier finden Sie Veranstaltungen mit Bezug zu IGF-Forschungsvorhaben.
Die Projektdatenbank der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) umfasst rund 12000 abgeschlossene und laufende IGF-Vorhaben seit dem Jahr 1995 und wird regelmäßig aktualisiert.
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Reduzierung der Schweißrauchemissionen beim MSG-Fülldrahtschweißen durch Einsatz von Impulstechnik
Laufzeit:01.07.2017 - 30.06.2019Technische Universität Chemnitz Institut Füge- und Montagetechnik Professur Schweißtechnik
Das Forschungsvorhaben verfolgt das Ziel, die Schweißrauchemissionsrate beim MSG-Fülldrahtschweißen zu minimieren. Angestrebt werden Reduktionsraten im Bereich von 30...50 %. Als Werkzeug und Untersuchungsgegenstand zur Erreichung des Forschungszieles dient der MSG-Impulsprozess.
Der Schwerpunkt der Untersuchungen liegt auf der Entwicklung von auf die Besonderheiten der Fülldrahtelektroden angepassten Impulsstromverläufen zur Gewährleistung reproduzierbarer Werkstoffübergänge. Dies betrifft im Einzelnen die Bestimmung des Energiebedarfs zur Tropfenablösung an der Drahtelektrode, die zeitliche Verteilung der Energie über den Impulszeitraum, die Abstimmung der Impulsfrequenz auf die Abschmelzleistung und die Energieführung in der Grundphase.
Im Ergebnis der Forschungsarbeiten stehen Impuls-Kennlinien für das Verschweißen von Fülldrähten zur Verfügung und existieren Kenntnisse über die prinzipielle Impulsverschweißbarkeit verschiedener Fülldrahtelektroden-Typen.
Primäre Nutzer der Forschungsergebnisse sind Anwender der MSG-Technologie. Die wirtschaftlichen/qualitativen Vorteile der Fülldrähte können genutzt werden, ohne dass überproportionale Schweißrauchemissionen erzeugt werden. Dies ist besonders für kmU bedeutsam, da keine zusätzlichen Investitionen in Absaugtechnik erforderlich werden. Sekundär profitieren Hersteller von Schweißanlagen und Produzenten von Fülldrähten. Beide werden in die Lage versetzt, speziell auf die Kombination Fülldrahtelektrode-Impulstechnik abgestimmte Produkte zu entwickeln und am Markt zu platzieren.
Die vorliegenden Forschungsergebnisse liefern einen wichtigen Beitrag für das Verständnis der Verwendung von Impulskennlinien zur Schweißrauchemission beim MSG-Fülldrahtschweißen. Erstmals wurden die Zusammenhänge zwischen Impulsform und deren Einstellgrößen systematisch untersucht.
In Abhängigkeit der Fülldrahtelektrode konnte eine Reduzierung der Schweißrauchemissionsrate erzielt werden. Hierbei weisen mit Metallpulver gefüllte Drahtelektroden das größte Potenzial auf. Bei diesem Elektrodentyp stellten sich Verringerungen der FER um bis zu 50% ein.
Der wirtschaftliche Nutzen für KMU besteht vor allem in der Möglichkeit, die Schweißrauchemissionen beim MSG-Fülldrahtschweißen durch die richtige Auswahl des Fülldrahtes und einem angepassten Kennlinienverlauf nachhaltig zu reduzieren.
Neben einem verbesserten Gesundheitsschutz des schweißtechnischen Personals wirkt sich dies auch positiv auf die notwendigen Investitionen in Lüftungs- und Absaugtechnik aus. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die Absenkung des zulässigen Schweißrauchgrenzwertes von 3 mg/m³ auf 1,25 mg/m³ Ende 2018.
Die Schweißgerätehersteller können aus den Projektergebnissen Erkenntnisse generieren, um spezielle, emissionsarme Fülldraht-Kennlinien für verschiedenen Fülldrahttypen zu entwickeln. Hier ist die Erschließung neuer Marktsegmente möglich, da einer der Hauptnachteile von Fülldrahtelektroden, die enorme Schweißrauchentwicklung, nachhaltig reduziert wird.