Forschungsvereinigungen müssen für die Antragstellung im Rahmen der IGF autorisiert sein. Noch nicht autorisierte Forschungsvereinigungen können einen Antrag auf Autorisierung im Förderprogramm Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) stellen, wenn die Kriterien gemäß der Anlage Förderrichtline erfüllt sind.
Die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) ist ein europaweit einzigartiges, themenoffenes und vorwettbewerbliches Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), das kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) einen einfachen Zugang zu praxisorientierter Forschung ermöglicht.
Eine Kurzdarstellung veranschaulicht den Prozess von der Idee bis zur Veröffentlichung des Forschungsergebnisses.
Hier finden Sie eine Übersicht aller IGF-Forschungsvereinigungen.
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Mit den Mitteln der IGF werden im transnationalen Netzwerk CORNET auch Projekte gemeinsam mit internationalen Kooperationspartnern durchgeführt ...
Im Rahmen des IGF-Kongresses wurde das IGF-Projekt des Jahres 2025 gewählt. Unter 23 Einreichungen hat der Wissenschaftliche Rat der IGF drei Finalisten nominiert. Das Gewinner-Team wurde durch das Publikum gewählt.
Ein kleiner Ausschnitt der bisher rund 12000 geförderten Projekte bietet einen Einblick in die Vielfalt der Forschungsthemen.
Die Projektdatenbank der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) umfasst rund 12000 abgeschlossene und laufende IGF-Vorhaben seit dem Jahr 1995 und wird regelmäßig aktualisiert.
Hier finden Sie Veranstaltungen mit Bezug zu IGF-Forschungsvorhaben.
Die Projektdatenbank der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) umfasst rund 12000 abgeschlossene und laufende IGF-Vorhaben seit dem Jahr 1995 und wird regelmäßig aktualisiert.
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Integrale Lösungen für Plusenergiegebäude 2.0 in Stahlleichtbauweise
Laufzeit:01.12.2017 - 31.05.2021RWTH Aachen Lehr- und Forschungsgebiet Nachhaltigkeit im Metallleichtbau
Fachhochschule Dortmund Lehr- und Forschungsgebiet Architektur und Metallbau
Fachhochschule Aachen Fachbereich Bauingenieurwesen Lehrgebiet Gebäudetechnik
Ab dem Jahr 2020 soll die Versorgung von Neubauten möglichst weitgehend unabhängig von fossilen Energieträgern erfolgen, so dass bei der Konzeption und Realisierung zukünftiger Neubauten neben der Senkung des Heizwärmebedarfs auch die Anlagentechnik und Beleuchtung sowie die Nutzung erneuerbarer Energien miteinbezogen werden müssen und eine ganzheitliche Betrachtung, Bewertung und Optimierung hinsichtlich Energiebedarf und Energiebereitstellung notwendig wird. Durch Energiemanagement und -speicherung im Gebäude wird dabei zusätzlich eine weitere Entlastung der Energieversorgungsinfrastruktur angestrebt (Plusenergie 2.0).
Ziel des Projekts ist es, Lösungen für Plusenergiegebäude in Stahlleichtbauweise wissenschaftlich zu untersuchen, zu erproben, zu optimieren und daraus Handlungsempfehlungen für zukunftsfähige Gebäudekonzepte abzuleiten.
Zur Erreichung dieses Ziels werden kombinierte stationäre und instationäre numerische Verfahren eingesetzt, welche sowohl die Optimierung der Gebäudehülle als auch den Einsatz von einzelnen Stahllösungen, wie gebäudeintegrierter PV/Solarthermie, stahlpfahlbasierter Geothermie sowie neuartiger Flächenheiz- und Kühlelemente aus Stahl, anhand konkreter architektonischer Entwürfe ermöglichen. Darauf basierend werden die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Werkstoffs Stahl in experimentellen Untersuchungen im Labormaßstab und an einem Demonstrationsgebäude praktisch erprobt. Hierzu werden Prototypen entwickelt und deren Leistungsfähigkeit experimentell sowie im Rahmen eines Monitorings erfasst und evaluiert. Schließlich werden die einzelnen Lösungen zu einer optimierten integralen Gesamtlösung weiterentwickelt und das Zusammenwirken im Gesamtgebäudekontext bewertet.
Als Projektergebnis entstehen ganzheitliche Konzepte für Plusenergiegebäude, die allen planenden und ausführenden KMUs zur Verfügung stehen und somit für diese die Möglichkeit schaffen, zukunftsfähige, energetisch optimierte Gebäude in Stahlleichtbauweise zu bauen.
Im Rahmen des Projektes wurde gezeigt, dass Plusenergiegebäude in Stahlleichtbauweise möglich sind. Dafür wurden verschiedene Gebäudekonfigurationen und Dämmstandards anhand eines Mustergebäudes betrachtet. Für die untersuchten Fälle wurden neuartige stahlbasierte Systeme zur Nutzbarmachung erneuerbarer Energien untersucht und anhand verschiedener Gebäudetechnikkonzepte analysiert. Dabei stand nicht nur die Verbesserung einzelner Komponenten im Vordergrund, sondern insbesondere das Zusammenwirken im Gesamtgebäudekontext.
Es wurden Lösungen unter Berücksichtigung architektonischer, konstruktiver, bauphysikalischer, energetischer und gebäudetechnischer Aspekte dargestellt und daraus Handlungsempfehlungen für zukunftsfähige Gebäudekonzepte abgeleitet.
Bei der Gebäudehülle sollte darauf geachtet werden, dass Heiz- und Kühlbedarf nach Möglichkeit im Gleichgewicht sind, damit das geothermisch genutzte Erdreich nicht überhitzt oder unterkühlt und Sondenlängen eingespart werden können.
Für Stahlenergiepfähle mit Koaxialsonden konnten im Rahmen des Projektes gute thermische Leistungen belegt werden. Diese ermöglichen die doppelte Leistung im Vergleich zu den Standard-Doppel-U-Erdsonden.
Die thermisch aktivierten Trapezprofile ermöglichen eine effiziente Temperierung und eignen sich als Ersatz für konventionelle Systeme.
Die untersuchten solarthermisch aktivierten Fassadenpanelle bieten die Möglichkeit Wärme auf niedrigem Temperaturniveau zu gewinnen oder auf hohem Temperaturniveau an die Umgebung abzugeben.
Für das Mustergebäude reicht eine siliziumbasierte PV-Fläche auf dem Dach von ca. 0,55 bis 0,9 m² pro m² Grundfläche, um Plusenergieniveau zu erreichen. Beim Zusammenspiel mit der Batterie ist auf das Stromverbrauchsprofil der Nutzer zu achten. Die Gebäudetechnik scheint hier eine untergeordnete Rolle zu spielen.