Forschungsvereinigungen müssen für die Antragstellung im Rahmen der IGF autorisiert sein. Noch nicht autorisierte Forschungsvereinigungen können einen Antrag auf Autorisierung im Förderprogramm Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) stellen, wenn die Kriterien gemäß der Anlage Förderrichtline erfüllt sind.
Die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) ist ein europaweit einzigartiges, themenoffenes und vorwettbewerbliches Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), das kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) einen einfachen Zugang zu praxisorientierter Forschung ermöglicht.
Eine Kurzdarstellung veranschaulicht den Prozess von der Idee bis zur Veröffentlichung des Forschungsergebnisses.
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Mit den Mitteln der IGF werden im transnationalen Netzwerk CORNET auch Projekte gemeinsam mit internationalen Kooperationspartnern durchgeführt ...
Im Rahmen des IGF-Kongresses wurde das IGF-Projekt des Jahres 2025 gewählt. Unter 23 Einreichungen hat der Wissenschaftliche Rat der IGF drei Finalisten nominiert. Das Gewinner-Team wurde durch das Publikum gewählt.
Ein kleiner Ausschnitt der bisher rund 12000 geförderten Projekte bietet einen Einblick in die Vielfalt der Forschungsthemen.
Die Projektdatenbank der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) umfasst rund 12000 abgeschlossene und laufende IGF-Vorhaben seit dem Jahr 1995 und wird regelmäßig aktualisiert.
Hier finden Sie Veranstaltungen mit Bezug zu IGF-Forschungsvorhaben.
Die Projektdatenbank der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) umfasst rund 12000 abgeschlossene und laufende IGF-Vorhaben seit dem Jahr 1995 und wird regelmäßig aktualisiert.
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Entwicklung von Auslegungsstrategien für anregungsoptimale Flankenkorrekturen bei praxisnahen Verzahnungshauptgeometrien und Tragfähigkeitsmodifikationen
Laufzeit:01.01.2018 - 28.02.2021Technische Universität München School of Engineering and Design Lehrstuhl für Maschinenelemente Forschungsstelle für Zahnräder und Getriebesysteme (FZG)
Flankenwelligkeiten ermöglichen bei Stirnrädern neue Auslegungsstrategien zur Begegnung der Zielkonflikte hinsichtlich Tragfähigkeit, Anregungsverhalten und Fertigbarkeit der Flankenform (s. FVA 338 VI). Diese Korrekturformen ermöglichen nun eine Übertragung auf Verzahnungen unterschiedlicher, praxisnaher Hauptgeometrien. Um die Modifikationen der industriellen Anwendung zugänglich zu machen, sind Auslegungs-strategien abzuleiten, welche praxisnahe Tragfähigkeitskorrekturen, deren Einfluss auf das Anregungsverhalten und die Fertigungsabweichungen einbeziehen.
Es werden für Verzahnungen unterschiedlicher Hauptgeometrien unter Definition von Tragfähigkeits- und Anregungslasten teilungsperiodische Flankenmodifikationen abgeleitet, welche sich durch Schleifen darstellen lassen. Die Flankenformen aus FVA 338 VI bilden dabei die Ausgangsbasis. Es werden Varianten für Versuche an der Forschungsstelle sowie für eine Praxisverzahnung eines Getriebeherstellers ausgelegt. Die Versuchsräder werden vermessen, Abweichungen dokumentiert, die Auslegungen ggf. angepasst und am Prüfstand hinsichtlich des Anregungsverhaltens untersucht. Parallel werden Varianten mit Standardkorrekturen ausgelegt und getestet.
Mit den Auslegungen wird die Vereinbarkeit von Tragfähigkeitszielen, möglichen Flankenformabweichungen durch den Schleifprozess und deren Auswirkungen auf die resultierenden Flankenwelligkeiten zur Optimierung des Anregungsverhaltens erstmalig umfassend für praxisnahe bzw. im praktischen Einsatz befindliche Verzahnungen untersucht und dokumentiert. Da auch Standardkorrekturen ausgelegt und experimentell untersucht werden, wird im Vergleich das Potential der Flankenwelligkeiten ersichtlich.
Die zu erarbeitenden Auslegungsstrategien sind für KMU direkt nutzbar und ermöglichen so einen hinsichtlich Auslegungsprozess und Betriebsverhalten gewinnbringenden Einsatz neuartiger Flankenmodifikationen in der Praxis.
Es wurde die Entwicklung und experimentelle Validierung von anregungsoptimalen periodischen Flanken- korrekturen bei praxisnahen Verzahnungshauptgeometrien und Tragfähigkeitsmodifikationen untersucht. Auf Basis mehrerer anregungsarmer Verzahnungshauptgeometrien wurden Modifikationen zur Sicherstellung der Tragfähigkeit abgeleitet und mit an den Eingriffsverhältnissen angepassten teilungsperiodischen Korrekturen kombiniert. Die Auslegung der teilungsperiodischen Modifikationen erfolgte vor der Zielsetzung der optimalen Anregungsminimierung einer angestrebten Ziellast oder vor der Zielsetzung der Verbesserung des Anregungs- verhaltens über einen möglichst breiten Lastbereich. In Abstimmung mit dem projektbegleitenden Ausschuss wurden die theoretisch und fertigungstechnisch vielversprechendsten Flankenmodifikationen in das Versuchsprogramm aufgenommen. Die Detailauslegung wurde in enger Abstimmung mit den beiden Unternehmen Reishauer und Liebherr erarbeitet, die im Anschluss die Hartfeinbearbeitung der Prüfräder mittels Wälzschleifen durchführten. Die geschliffenen Räder wurden an der Forschungsstelle topografisch vermessen und das Anregungsverhalten unter Berücksichtigung der gemessenen Topografien nachgerechnet. Die Ergebnisse zeigen die derzeitigen Möglichkeiten, auch sehr komplexe Mikrogeometrievorgaben mit Wellenamplituden im Submikro- meterbereich mit einer sehr hohen Genauigkeit zu fertigen. Auf Basis der experimentellen Untersuchungen an den Prüfständen der Forschungsstelle konnte die Effektivität der teilungsperiodischen Flankenkorrekturen zur Anregungsoptimierung bei praxisnahen Verzahnungshauptgeometrien nachgewiesen werden. Das Potential der teilungsperiodischen Modifikationen im Hinblick auf die Trennung der beiden Auslegungsgrundsätze Tragfähigkeit und Optimierung des Anregungsverhaltens konnte durch das Forschungsvorhaben auch bei praxisnahen Verzahnungshauptgeometrien bestätigt werden. Das Ziel des Forschungsvorhabens wurde erreicht.