Forschungsvereinigungen müssen für die Antragstellung im Rahmen der IGF autorisiert sein. Noch nicht autorisierte Forschungsvereinigungen können einen Antrag auf Autorisierung im Förderprogramm Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) stellen, wenn die Kriterien gemäß der Anlage Förderrichtline erfüllt sind.
Die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) ist ein europaweit einzigartiges, themenoffenes und vorwettbewerbliches Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), das kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) einen einfachen Zugang zu praxisorientierter Forschung ermöglicht.
Eine Kurzdarstellung veranschaulicht den Prozess von der Idee bis zur Veröffentlichung des Forschungsergebnisses.
Hier finden Sie eine Übersicht aller IGF-Forschungsvereinigungen.
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Mit den Mitteln der IGF werden im transnationalen Netzwerk CORNET auch Projekte gemeinsam mit internationalen Kooperationspartnern durchgeführt ...
Im Rahmen des IGF-Kongresses wurde das IGF-Projekt des Jahres 2025 gewählt. Unter 23 Einreichungen hat der Wissenschaftliche Rat der IGF drei Finalisten nominiert. Das Gewinner-Team wurde durch das Publikum gewählt.
Ein kleiner Ausschnitt der bisher rund 12000 geförderten Projekte bietet einen Einblick in die Vielfalt der Forschungsthemen.
Die Projektdatenbank der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) umfasst rund 12000 abgeschlossene und laufende IGF-Vorhaben seit dem Jahr 1995 und wird regelmäßig aktualisiert.
Hier finden Sie Veranstaltungen mit Bezug zu IGF-Forschungsvorhaben.
Die Projektdatenbank der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) umfasst rund 12000 abgeschlossene und laufende IGF-Vorhaben seit dem Jahr 1995 und wird regelmäßig aktualisiert.
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Strömungsinduzierte Korrosion und Erosion in Kühlkanälen von Verbrennungskraftmaschinen
Laufzeit:01.08.2018 - 30.04.2021Technische Universität Darmstadt Staatliche Materialprüfungsanstalt Darmstadt
Technische Universität Darmstadt Fachgebiet Strömungslehre und Aerodynamik
Die technische Weiterentwicklung des Verbrennungsmotors hinsichtlich Emissions- und Verbrauchsreduzierung wird zum Großteil durch Konzepte wie Turboaufladung, Downsizing oder Thermomanagement getragen. Diese bedingen jedoch deutlich erhöhte Werkstofftemperaturen im Motoren-/Zylinderkopfbereich, die durch das Kühlsystem abgeführt werden müssen. Um Schäden infolge Überhitzung zu vermeiden, müssen bestehende Kühlmaßnahmen gerade im Bereich Zylinderkopf weiterentwickelt und optimiert werden. In Kombination mit steigenden Leistungsdichten muss der Kühlmittelstrom zwangsläufig erhöht werden, um die geforderte Kühlleistung aufrecht zu erhalten. Zu hohe Kühlmittelströme können jedoch eine direkte erosive Schädigung der Kühlkanäle bewirken sowie durch das Kühlmittel zum Zwecke des Korrosionsschutzes entstandene Inhibitionsschichten schädigen. Werden nicht alle Kühlkanäle an die hohen Strömungsbedingungen angepasst, können sich zudem Bereiche geringer Durchströmung ergeben, sog. Totwasserzonen, in denen sich Kühlmittelinhaltsstoffe aufkonzentrieren und ausfallen können. Auch wirkt das Auftreten von Strömungskavitation oder Sieden beeinträchtigend. Im Rahmen des angestrebten Projekts sollen folglich die Wechselwirkungen (Korrosion, Erosion, Kavitation, Sieden, Inhibierung) zwischen metallischen Werkstoffen und relevanten Kühlmitteltechnologien unter praxisnahen Beanspruchungen (Wärmestrom, Strömung, Überdruck) bewertet werden. Zur Erreichung des Ziels soll ein bestehender und in der Zulassungsprüfung von Kühlmitteln etablierter Prüfstand an die neuen Herausforderungen angepasst werden. Zudem soll mittels CFD-Simulation ein Strömungsmodell entwickelt werden, womit die phänomenologischen Bewertungen korreliert und Empfehlungen zur Auslegung von Kühlkanälen ausgesprochen werden können. Die Erkenntnisse nutzen somit der gesamten Automobil- und Zulieferindustrie sowie der chemischen Industrie einschließlich der KMU und hat somit eine erhebliche (volks-)wirtschaftliche Bedeutung.
Um die Folgen hoher thermischer Belastungen für Werkstoffe und Kühlmittel im Automotivebereich zu untersuchen, wurde im Rahmen des Vorhabens „Strömungserosion“ der Einfluss einzelner Versuchsparameter auf die Haupt- und Wechselwirkungseffekte zwischen Werkstoff und Kühlmittel unter definierten thermisch-strömungsdynamischen Beanspruchungsszenarien untersucht. Mit dem im Projekt entwickelten Korrosionsprüfstand – dem sogenannten „Flow Dynamic Corrosion Test Bench“, kurz „FDC“ – konnte das Korrosions- und Inhibitionsverhalten unter Laborbedingungen in Abhängigkeit der gewählten Versuchsparameter und Kühlmittelzusätze an einer wärmedurchflossenen Aluminiumprobe umfänglich und erfolgreich untersucht werden. Es gelang ferner, mögliche begrenzende thermische Einsatzbedingungen für Kühlmittel bzw. des zu schützenden Werkstoffes zu erhalten. Darüber hinaus erfolgte eine Validierung der Ergebnisse und die daraus abgeleitete und systemrelevante Prüfmethodenempfehlung (ähnlich der Richtlinie FVV R530/2005). Das wesentliche Ziel die Schaffung eines umfassenden Verständnisses über die Degradationsvorgänge und ein valider Erkenntnistransfer in industrielle Anwendungen wurde insgesamt betrachtet erfolgreich umgesetzt.