Forschungsvereinigungen müssen für die Antragstellung im Rahmen der IGF autorisiert sein. Noch nicht autorisierte Forschungsvereinigungen können einen Antrag auf Autorisierung im Förderprogramm Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) stellen, wenn die Kriterien gemäß der Anlage Förderrichtline erfüllt sind.
Die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) ist ein europaweit einzigartiges, themenoffenes und vorwettbewerbliches Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), das kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) einen einfachen Zugang zu praxisorientierter Forschung ermöglicht.
Eine Kurzdarstellung veranschaulicht den Prozess von der Idee bis zur Veröffentlichung des Forschungsergebnisses.
Hier finden Sie eine Übersicht aller IGF-Forschungsvereinigungen.
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Mit den Mitteln der IGF werden im transnationalen Netzwerk CORNET auch Projekte gemeinsam mit internationalen Kooperationspartnern durchgeführt ...
Im Rahmen des IGF-Kongresses wurde das IGF-Projekt des Jahres 2025 gewählt. Unter 23 Einreichungen hat der Wissenschaftliche Rat der IGF drei Finalisten nominiert. Das Gewinner-Team wurde durch das Publikum gewählt.
Ein kleiner Ausschnitt der bisher rund 12000 geförderten Projekte bietet einen Einblick in die Vielfalt der Forschungsthemen.
Die Projektdatenbank der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) umfasst rund 12000 abgeschlossene und laufende IGF-Vorhaben seit dem Jahr 1995 und wird regelmäßig aktualisiert.
Hier finden Sie Veranstaltungen mit Bezug zu IGF-Forschungsvorhaben.
Die Projektdatenbank der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) umfasst rund 12000 abgeschlossene und laufende IGF-Vorhaben seit dem Jahr 1995 und wird regelmäßig aktualisiert.
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Experiment- und modellbasierte Unterstützung des Conchierens dunkler Schokolade
Laufzeit:01.11.2018 - 31.03.2022Technische Universität München School of Life Sciences Forschungsdepartment Life Science Engineering Lehrstuhl für Systemverfahrenstechnik
Fraunhofer-Gesellschaft e.V. Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV
Das Conchieren ist ein unverzichtbarer Prozess während der Schokoladenherstellung, da er entscheidend die Aroma- und Texturausbildung bestimmt. Während des Conchierens werden durch mechanischen Energieeintrag Agglomerate aufgebrochen, unerwünschte Aromakomponenten ausgetragen sowie von den Kakaopartikeln zu den Zuckerpartikeln übertragen. Bisherige Werkzeuge zur Beschreibung von Conchen können lediglich zur Beschreibung der fertigen Schokolade verwendet werden. Der Vergleich verschiedener Rezepturen und Rohstoffe ist damit jedoch nicht möglich, ebenso wenig können die zu wählenden Conchierparameter oder ein geeigneter Endzeitpunkt des Conchiervorgangs vorhergesagt werden.
Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines modellgestützten Verfahrens zur Unterstützung des Conchierens dunkler Schokolade hinsichtlich Dauer und Intensität zum Erzielen eines charakteristischen sensorischen Eindrucks der produzierten Schokoladen. Dies soll vor allem KMU die Möglichkeit eröffnen, Conchierprozesse auch im kleineren Maßstab ohne aufwändige Vorversuche auszulegen und zu betreiben.
Die deutsche Schokoladenindustrie produziert p. a. ca. 1,1 Mio. t Schokolade im Wert von 5,3 Mrd. €; davon wird ein großer Anteil von KMU hergestellt. Gerade bei Single-Origin-Schokoladen, die in kleinen Chargen und häufig von KMU hergestellt werden, ist eine bessere Vorhersagbarkeit geeigneter Conchierbedingungen von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung.
Im Projekt wurden verschiedenste Versuchsaufbauten verwendet, um den Conchierprozess phänomenologisch zu verstehen. Der erste Schritt war hierbei die Ermittlung der Gleichgewichtsverteilung von fünf ausgewählten Aromastoffen innerhalb der Schokoladen. Im Zuge dieser Analysen wurde zudem die Extraktionsmethode von Aromastoffen aus Kakaopartikeln etabliert, um eine exakte Verteilung in Fett- und Partikelphase berechnen zu können. Das Projekt liefert zudem experimentell zeitaufgelöste Daten zur Verteilung der ausgewählten Aromastoffe in den verschiedenen Phasen Kakaobutter, Kakaopartikel, Zucker und Luft, welche zur Simulation des Conchierprozesses eingesetzt wurden. Beachtet wurde dabei auch variierende Prozessparameter wie Conchiertemperatur, Rezeptur und Rotationsrichtung der asymmetrischen Scherelemente sowie verschiedene Conchen-Dimensionen. Das parallel entwickelte Modell kann die Änderung der Aromaverteilung abbilden und eine Quantifizierung der Austragsleistung von Stoffen aus der Conche liefern.
Unternehmen können nun auf die etablierte Analytik zur Bestimmung der Aromakonzentrationen in den Rohstoffen zurückgreifen. Anhand des Modells kann der Austrag von Aroma für einen diskreten Prozess und eine spezifische Conche abgebildet werden. Es werden kostenintensive Versuche eingespart, welche insbesondere bei KMU mit wechselnden Rohstoffen häufig durchgeführt werden müssen. Zudem kann auf Basis der Ermittlung der Konzentrationen weniger Substanzen eine Korrelation für weitere Substanzen erstellt werden. Hierdurch wird der Aufwand für die Aromaanalytik und die damit verbundenen Kosten deutlich reduziert. Die Industrie hat nun die Möglichkeit anhand des Modells und der vorhandenen Aromaanalytik eine Quantifizierung der Ausdampfleistung für Prozessparameter durchzuführen und sich gezielt einer gewünschten Conchenleistung anzunähern. Dies wird durch das während des Projekts entwickelte Tool ermöglicht, welches zur freien Verfügung steht.