Über die IGF

Forschungsvereinigungen müssen für die Antragstellung im Rahmen der IGF autorisiert sein. Noch nicht autorisierte Forschungsvereinigungen können einen Antrag auf Autorisierung im Förderprogramm Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) stellen, wenn die Kriterien gemäß der Anlage Förderrichtline erfüllt sind.

Die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) ist ein europaweit einzigartiges, themenoffenes und vorwettbewerbliches Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), das kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) einen einfachen Zugang zu praxisorientierter Forschung ermöglicht.

Eine Kurzdarstellung veranschaulicht den Prozess von der Idee bis zur Veröffentlichung des Forschungsergebnisses.

Hier finden Sie eine Übersicht aller IGF-Forschungsvereinigungen.

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Mit den Mitteln der IGF werden im transnationalen Netzwerk CORNET auch Projekte gemeinsam mit internationalen Kooperationspartnern durchgeführt ...

Geförderte Projekte

Im Rahmen des IGF-Kongresses wurde das IGF-Projekt des Jahres 2025 gewählt. Unter 23 Einreichungen hat der Wissenschaftliche Rat der IGF drei Finalisten nominiert. Das Gewinner-Team wurde durch das Publikum gewählt.

Ein kleiner Ausschnitt der bisher rund 12000 geförderten Projekte bietet einen Einblick in die Vielfalt der Forschungsthemen.

Die Projektdatenbank der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) umfasst rund 12000 abgeschlossene und laufende IGF-Vorhaben seit dem Jahr 1995 und wird regelmäßig aktualisiert.

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FAQ

Forschung für den Mittelstand - Die IGF-Projektdatenbank

Die Projektdatenbank der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) umfasst rund 12000 abgeschlossene und laufende IGF-Vorhaben seit dem Jahr 1995 und wird regelmäßig aktualisiert.

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Duplex-Amplifikationsverfahren zum in situ-Schnellnachweis hygienerelevanter Keime auf flexiblen Endoskopen

Laufzeit:01.04.2020 - 31.05.2022
Vorhaben-Nr. 20900 N

Forschungsvereinigung:

Europäische Forschungsgemeinschaft Reinigungs- und Hygienetechnologie e.V. - FRT
Campus Fichtenhain 11
D-47807 Krefeld
Tel.: +49 2151 778042
E-Mail: info@frt.de

Forschungseinrichtung:

  • WFK - Cleaning Technology Institute e.V.

Vorhabenbeschreibung:

Logo Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Ziel des beantragten Forschungsvorhabens ist ein in-situ-Schnellnachweis für hygienerelevante Keime auf inneren und äußeren Endoskopoberflächen entsprechend Anlage 10 der Leitlinie zur Validierung von Endoskopaufbereitungsverfahren. Der Nachweis einzelner hygienerelevanter Keime beruht auf der selektiven Markierung mit Aptameren aus DNA, die nach der Markierung durch thermische Denaturierung wieder quantitativ von den Keimen abgelöst und aus dem Endoskop eluiert werden können. Wiedergewonnene Aptamere werden durch Hybridisierung an komplementäre DNA-Abschnitte (Oligonukleotide) auf spezifischen Auswertefeldern zum Nachweis von S. aureus, Enterobacteriaceae, Pseudomonaden und Enterokokken in einer Auswerteeinheit gebunden. Der Nachweis der Aptamere erfolgt durch ein Duplex-Amplifikationsverfahren. Dabei binden zunächst sphärische DNA-Hybrid-Aggregate (SDHA) an die Aptamere, die zusätzlich zu den zur Bindung an Aptamere notwendigen Oligonukleotiden zahlreiche Initiator-Oligonukleotide tragen. In einem Folgeschritt werden in einer Hybridisierungskettenreaktion an den Initiator-Oligonukleotiden zahlreiche metastabile Carbon Quantum Dot funktionalisierte Oligonukleotide gebunden, so dass hochmolekulare fluoreszierende Produkte entstehen, die bei Anregung mit UV-Licht visuell ohne weitere Hilfsmittel ausgewertet werden können.

 

Den zunehmend mit der Aufbereitung von Medizinprodukten betrauten, mehr als 21.700 Reinigungs- und Hygienedienstleistern (vorwiegend KMU) und den von den mehr als 9.400 medizinischen Einrichtungen selbst betriebenen Aufbereitungseinheiten für Medizinprodukte wird ein innerbetrieblich und kostengünstig anwendbarer Schnellnachweis zur eigenständigen, innerbetrieblichen Prüfung der Aufbereitungsqualität flexibler Endoskope zur Verfügung gestellt; daraus ergeben sich wirtschaftliche Vorteile von >19 Mio. €/a. Durch den Schnellnachweis wird die Sicherheit bei der Instrumentenaufbereitung verbessert und das Risiko für Patienten reduziert.

Ergebniszusammenfassung:

Ziel des Forschungsvorhabens war ein in-situ-Schnellnachweis für hygienerelevante Keime auf inneren und äußeren Endoskopoberflächen entsprechend Anlage 10 der Leitlinie zur Validierung von Endoskopaufbereitungsverfahren. Der Nachweis einzelner hygienerelevanter Keime beruhte auf der selektiven Markierung mit Aptameren aus DNA, die nach der Markierung durch thermische Denaturierung wieder quantitativ von den Keimen abgelöst und aus dem Endoskop eluiert werden können. Mittels Durchflusszytometrie konnte ermittelt werden, dass sich unter Einsatz eines Aptamers gegen Enterococcus faecium bis zu 40 % der Zellen markieren ließen. Die thermische Ablösung gebundener Aptamere konnte bei 60 °C nachgewiesen werden.

Wiedergewonnene Aptamere konnten durch Hybridisierung an komplementäre DNA-Abschnitte (Oligonukleotide) auf spezifischen Auswertefeldern zum Nachweis einzelner mikrobieller Arten (z.B. S. aureus, Enterobacteriaceae, etc.) gebunden werden. Zum Nachweis der gebundenen Aptamere wurden sphärische DNA-Hybrid-Aggregate (SDHA) entwickelt, diese konnten unter Einsatz von Goldnanopartikeln mit einem Durchmesser von 20 nm oder unter Einsatz von carboxylierten Latex-Beads mit einem Durchmesser von 1 µm durch Bindung von Oligonukleotiden mit teilkomplementärer Sequenz zu den nachzuweisenden Aptameren hergestellt werden. Andere auf der Oberfläche der SDHA immobilisierte Oligonukleotide dienten als Initiatoren zur Auslösung einer hohen Anzahl (1. Amplifikation) von Hybridisierungskettenreaktionen (HCR). Den zunehmend mit der Aufbereitung von Medizinprodukten betrauten Reinigungs- und Hygienedienstleistern und den von den medizinischen Einrichtungen selbst betriebenen Aufbereitungseinheiten für Medizinprodukte wird durch das Duplex-Amplifikationsverfahren ein innerbetrieblich und kostengünstig anwendbarer Schnellnachweis zur eigenständigen, innerbetrieblichen Prüfung der Aufbereitungsqualität flexibler Endoskope zur Verfügung gestellt.