Forschungsvereinigungen müssen für die Antragstellung im Rahmen der IGF autorisiert sein. Noch nicht autorisierte Forschungsvereinigungen können einen Antrag auf Autorisierung im Förderprogramm Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) stellen, wenn die Kriterien gemäß der Anlage Förderrichtline erfüllt sind.
Die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) ist ein europaweit einzigartiges, themenoffenes und vorwettbewerbliches Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), das kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) einen einfachen Zugang zu praxisorientierter Forschung ermöglicht.
Eine Kurzdarstellung veranschaulicht den Prozess von der Idee bis zur Veröffentlichung des Forschungsergebnisses.
Hier finden Sie eine Übersicht aller IGF-Forschungsvereinigungen.
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Mit den Mitteln der IGF werden im transnationalen Netzwerk CORNET auch Projekte gemeinsam mit internationalen Kooperationspartnern durchgeführt ...
Im Rahmen des IGF-Kongresses wurde das IGF-Projekt des Jahres 2025 gewählt. Unter 23 Einreichungen hat der Wissenschaftliche Rat der IGF drei Finalisten nominiert. Das Gewinner-Team wurde durch das Publikum gewählt.
Ein kleiner Ausschnitt der bisher rund 12000 geförderten Projekte bietet einen Einblick in die Vielfalt der Forschungsthemen.
Die Projektdatenbank der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) umfasst rund 12000 abgeschlossene und laufende IGF-Vorhaben seit dem Jahr 1995 und wird regelmäßig aktualisiert.
Hier finden Sie Veranstaltungen mit Bezug zu IGF-Forschungsvorhaben.
Die Projektdatenbank der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) umfasst rund 12000 abgeschlossene und laufende IGF-Vorhaben seit dem Jahr 1995 und wird regelmäßig aktualisiert.
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Mouches volantes: OCT-Erfassung und UKP-Laser Therapie
Laufzeit:01.02.2020 - 31.10.2022Laser Zentrum Hannover e.V.
Bei mouches volantes (auch Floater oder fliegende Mücken) handelt es sich um Eintrübungen des Glaskörpers, welche von den Patienten als sich bewegende Schatten im Sichtfeld wahrgenommen werden. Sie entstehen durch alterungsbedingte sowie durch externen Stress verstärkte Veränderungsprozesse des Glaskörpers. Die Prävalenz für mouche volantes in der Bevölkerung ist als hoch einzustufen. Die psychische Belastung und der Verlust an Lebensqualität der Patienten können enorm sein.
Als konventionelles Behandlungsverfahren kann eine Vitrektomie durchgeführt werden. Mit diesem invasiven Verfahren werden typischer Weise sehr hohe Erfolgsraten von bis zu 100 % erzielt. Allerdings tritt als häufigste Komplikation Kataraktbildung in bis zu 60 % der Fälle in Folge des Eingriffs auf. Die Laser Vitreolyse als einziges nicht-invasives Behandlungsverfahren nutzt einen Nanosekundenlaser zum Verdampfen der mouches volantes. Mehrere aktuelle Berichte zeigen, dass es in Folge dieses Verfahrens vermehrt zu Nebenwirkungen wie Katarakt und Glaukom kommen kann. Hier besteht ein hohes technologisches Entwicklungspotenzial und -bedarf, es mangelt derzeit jedoch an grundlegendem Verständnis des Prozesses und der Parameterräume.
Ziel des angestrebten Projektes ist es, die Grundlagen für ein sicheres, nicht-invasives Verfahren auf Basis modernster Lasertechnik zu schaffen. Hierzu sollen Parameter von Ultrakurzpuls-Lasersystemen für einen effizienten Abtrag von mouches volantes optimiert und mit optischer Kohärenztomografie (OCT) eine automatisierte 3D-Erfassung und Behandlung ermöglicht werden. Mit den im Projekt gewonnenen Basisdaten sollen die für KMUs sehr hohen Einstiegshürden im Medizintechnikbereich gemildert werden, um so Entwicklung innovativer Technologien in diesem Zukunftsfeld zu ermöglichen. Dies kommt insbesondere KMUs zu Gute, welche als Know-how Träger, Inverkehrbringer und Zulieferer der benötigten Technologien, bspw. zur Strahlformung, Bildgebung und Laserführung, profitieren.
Im Projekt XFloater konnte erfolgreich ein Experimentalaufbau entwickelt werden, der den Fokus eines OCT-Lasers und eines fs-Lasers im Auge parallel verschiebt. Dadurch können Floater im Auge dreidimensional dargestellt werden. Mit der Software zur Segmentierung konnten geeignete Methoden für ein späteres klinisches Gerät identifiziert werden, die eine Segmentierung in Echtzeit der Floater ermöglichen. Dies erlaubt die Ableitung von Abtragskoordinaten, welche automatisiert oder manuell vom behandelnden Arzt ausgewählt werden könnten.
Die Erweiterung der Laser-Vitreolyse durch eine OCT-Bildgebung ist technisch realisierbar. Die zusätzliche Bildkontrolle erhöht den Sicherheitsaspekt des Verfahrens.
Der Einsatz von fs-Pulsen reduzierte das Wegspringen von Floatern bei der Behandlung deutlich. Dies zeigt eine geringere mechanische Beanspruchung des umliegenden Gewebes. Eine Behandlung nahe kritischer Strukturen ist daher schonender möglich.
Das entwickelte Modellauge vereint die Brechkraft des vorderen Augenabschnitts in seiner Silikonlinse, welche über das 3D-Druckverfahren und die Silikonmenge variabel angepasst werden kann. Die Geometrie erlaubt den Einsatz klinischer Kontaktgläser und der Glaskörper-Hohlraum des Modells lässt sich variabel einstellen. Aufgrund von Interessenbekundungen bei verschiedenen Projektpräsentationen wird die Entwicklung hier weiter vorangetrieben.
Auf Grund des Interesses vieler Betroffener wurde zusätzlich eine Online-Umfrage entwickelt. Sie dient dem Zweck, weitere Forschungsrichtungen in der Glaskörperforschung zu sondieren. Durch Erfahrungsberichte von Betroffenen wird der Industrie ermöglicht, das Entwicklungspotential besser einzuschätzen.
Die Online-Umfrage zeigt, dass viele Betroffene das Risiko einer Behandlung scheuen. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit, die Sicherheit der Laser-Vitreolyse zu erhöhen.
Eine größere Behandlungssicherheit führt zu mehr Patienten und folglich zu größerem wirtschaftlichem Nutzen.