Über die IGF

Forschungsvereinigungen müssen für die Antragstellung im Rahmen der IGF autorisiert sein. Noch nicht autorisierte Forschungsvereinigungen können einen Antrag auf Autorisierung im Förderprogramm Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) stellen, wenn die Kriterien gemäß der Anlage Förderrichtline erfüllt sind.

Die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) ist ein europaweit einzigartiges, themenoffenes und vorwettbewerbliches Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), das kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) einen einfachen Zugang zu praxisorientierter Forschung ermöglicht.

Eine Kurzdarstellung veranschaulicht den Prozess von der Idee bis zur Veröffentlichung des Forschungsergebnisses.

Hier finden Sie eine Übersicht aller IGF-Forschungsvereinigungen.

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Mit den Mitteln der IGF werden im transnationalen Netzwerk CORNET auch Projekte gemeinsam mit internationalen Kooperationspartnern durchgeführt ...

Geförderte Projekte

Im Rahmen des IGF-Kongresses wurde das IGF-Projekt des Jahres 2025 gewählt. Unter 23 Einreichungen hat der Wissenschaftliche Rat der IGF drei Finalisten nominiert. Das Gewinner-Team wurde durch das Publikum gewählt.

Ein kleiner Ausschnitt der bisher rund 12000 geförderten Projekte bietet einen Einblick in die Vielfalt der Forschungsthemen.

Die Projektdatenbank der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) umfasst rund 12000 abgeschlossene und laufende IGF-Vorhaben seit dem Jahr 1995 und wird regelmäßig aktualisiert.

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Forschung für den Mittelstand - Die IGF-Projektdatenbank

Die Projektdatenbank der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) umfasst rund 12000 abgeschlossene und laufende IGF-Vorhaben seit dem Jahr 1995 und wird regelmäßig aktualisiert.

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Gewinnung von Prozesswärme aus Abwärme

Laufzeit:01.01.2012 - 31.12.2013
Vorhaben-Nr. 63 E

Forschungsvereinigung:

Papiertechnische Stiftung - PTS
Pirnaer Straße 37
D-01809 Heidenau
Tel.: +49 3529 551-60

Forschungseinrichtungen:

  • Papiertechnische Stiftung Papiertechnisches Institut PTS-PTI

  • Prüf- und Forschungsinstitut Pirmasens e.V.

Vorhabenbeschreibung:

Logo Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung einer Hochtemperatur-Wärmepumpe für den industriellen Einsatz, um aus Abwärme (30 - 100°C) Prozesswärme (60 - 200°C) zu gewinnen. Basis für die Entwicklung stellt die Umkehrung des Organic Rankine Cycles (ORC) dar. Weiterhin werden im Rahmen des Projektes Untersuchungen zur Papiererzeugung bei hohen Prozesstemperaturen durchgeführt.

 

Primäres Potenzial liegt darin, den Einsatz fossiler Energieträger und damit den Kostenanteil für Energie zu senken. Durch Integration von Hochtemperatur-Wärmepumpen im industriellen Bereich kann bisher ungenutzte Prozessabwärme in den Prozess wieder zurückgeführt werden. Grundsätzlich gilt, dass der Einsatz von Wärmepumpen nur dann sinnvoll ist, wenn die Abwärme nicht durch einfachen Wärmetausch anderweitig im Prozess genutzt werden kann. Unter der Voraussetzung, dass bei einer Menge von 11 m³/tPapier das Abwasser eine Abkühlung um 5 K erfährt und die Wärmepumpe einen COP (Coefficient of Performance) von 3 aufweist, ließen sich damit 90 kWh/tPapier auf einem Temperaturniveau von etwa 125°C über die Hochtemperatur-Wärmepumpe erzeugen. Bei einem durchschnittlichen Energiebedarf einer deutschen Papierfabrik von 3.124 kWh/t entspricht das einer Einsparung von 3 %. Hinzu kommt das Potenzial aus der Abwärmenutzung der Abluft.

 

Transfer:

Neben der anwendungsorientierten Forschung umfasst das Tätigkeitsfeld der Papiertechnischen Stiftung auch die Weiterbildung und Beratung von Mitarbeitern kleiner und mittlerer Unternehmen, insbesondere der Zellstoff und Papier erzeugenden und der Papier verarbeitenden Industrie. Die im Forschungsvorhaben gewonnenen Erkenntnisse werden auf der Internet-Website der PTS abrufbar sein und der Kenntnistransfer durch Berichte und Veröffentlichungen in die Praxis gefördert

Ergebniszusammenfassung:

Die Ergebnisse haben gezeigt, dass Wärmepumpen insbesondere Hochtemperaturwärmepumpen zahlreiche Einsatzmöglichkeiten in der Papierindustrie und bei Biogasanlagen haben können. Dabei sind lokale und monetäre Rahmenbedingungen zu berücksichtigen, damit auch eine Wirtschaftlichkeit gegeben ist.

Durch den Einsatz einer Hochtemperaturwärmepumpe (HTWP) kann der Betrieb von Biogasanlagen zukünftig wärmeenergieautark erfolgen. Damit kann das Biogas dort verstromt werden, wo die Wärmeenergie effizient genutzt werden kann (Industrieanlagen, etc.). Biogasanlagen können in Verbindung mit einer HTWP auch zur Speicherung von Wärmeenergie genutzt werden, die bedarfsweise in ein Nahwärmenetz eingespeist werden kann. Durch den Einsatz von HTWP können zukünftig Bioraffineriekonzepte realisiert werden, die energieautark eine stofflich-energetische Nutzung von Restbiomassen ermöglichen. Hochtemperaturwärmepumpen können auch zur Prozessstabilisierung der Wärmebehandlung von flüssigen Medien (z. B. Thermodruckhydrolyse von Klärschlamm) eingesetzt werden, sofern die benötigte Wärmeleistung über 50 kW liegt. Die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern kann reduziert werden.

In der Papierindustrie können Wärmepumpen bei der Erzeugung von Niederdruckdampf, bei der Hochtemperaturstoffauflösung, bei der Vorwärmung der Haubenzuluft und bei der Wärmerückgewinnung im Wasserkreislauf eingesetzt werden.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich in einigen Fällen wirtschaftlich interessante Einsatzmöglichkeiten ergeben, aber auch weitere Entwicklungen im Bereich Wärmepumpentechnologie notwendig sind. Da bei der Realisierung von Wärmeintegrationsmaßnahmen insbesondere die lokale Nähe von Wärmelieferant und -verbraucher eine entscheidende Bedeutung für die Wirtschaftlichkeit spielt, können von den Forschungsergebnis insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen von den Projektergebnissen profitieren.