Forschungsvereinigungen müssen für die Antragstellung im Rahmen der IGF autorisiert sein. Noch nicht autorisierte Forschungsvereinigungen können einen Antrag auf Autorisierung im Förderprogramm Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) stellen, wenn die Kriterien gemäß der Anlage Förderrichtline erfüllt sind.
Die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) ist ein europaweit einzigartiges, themenoffenes und vorwettbewerbliches Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), das kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) einen einfachen Zugang zu praxisorientierter Forschung ermöglicht.
Eine Kurzdarstellung veranschaulicht den Prozess von der Idee bis zur Veröffentlichung des Forschungsergebnisses.
Hier finden Sie eine Übersicht aller IGF-Forschungsvereinigungen.
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Mit den Mitteln der IGF werden im transnationalen Netzwerk CORNET auch Projekte gemeinsam mit internationalen Kooperationspartnern durchgeführt ...
Im Rahmen des IGF-Kongresses wurde das IGF-Projekt des Jahres 2025 gewählt. Unter 23 Einreichungen hat der Wissenschaftliche Rat der IGF drei Finalisten nominiert. Das Gewinner-Team wurde durch das Publikum gewählt.
Ein kleiner Ausschnitt der bisher rund 12000 geförderten Projekte bietet einen Einblick in die Vielfalt der Forschungsthemen.
Die Projektdatenbank der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) umfasst rund 12000 abgeschlossene und laufende IGF-Vorhaben seit dem Jahr 1995 und wird regelmäßig aktualisiert.
Hier finden Sie Veranstaltungen mit Bezug zu IGF-Forschungsvorhaben.
Die Projektdatenbank der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) umfasst rund 12000 abgeschlossene und laufende IGF-Vorhaben seit dem Jahr 1995 und wird regelmäßig aktualisiert.
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Recycling von halogenfrei flammgeschützten Kunststoffen
Laufzeit:01.10.2015 - 30.09.2018Fraunhofer-Gesellschaft e.V. Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF Bereich Kunststoffe
Der Marktwert von halogenfrei flammgeschützten Kunststoffen allein in Europa beträgt etwa 3 Milliarden €. Zum Verhalten dieser Kunststoffe beim werkstofflichen Recycling, zu möglichen Abbauprodukten von halogenfreien Flammschutzmitteln und ihren Wechselwirkungen mit den Polymeren und anderen Additiven ist bisher wenig bekannt. Auf dringenden Wunsch von KMU soll daher die Recyclingfähigkeit von halogenfrei flammgeschützten Kunststoffen untersucht und Lösungen entwickelt werden, die ein sicheres, hochwertiges werkstoffliches Recycling erlauben.
Die Projektziele umfassen die Identifizierung von Alterungs- und Schädigungsmechanismen unterschiedlicher Flammschutzmittel/ Polymerkombinationen und von kritischen Parametern (Flammschutz, Mechanik, Lebensdauer) anhand von repräsentativen Modelluntersuchungen und ihre Verifizierung mit realen Produktionsabfällen. Daraus werden verallgemeinerte Aussagen zur Recyclingfähigkeit von nahezu allen im Markt befindlichen Systemen abgeleitet. Für die Qualitätsverbesserung von Rezyklaten werden Empfehlungen für den gezielten Einsatz von Additiven in Abhängigkeit vom jeweiligen Polymer, Flammschutzmittel, Einsatzbereich- und Dauer erarbeitet.
KMU profitieren in vielfältiger Weise vom vorliegenden Projekt: eigene Produktionsabfälle bei flammgeschützten Formulierungen können besser genutzt und Kosten eingespart werden. Die Erkenntnisse führen zu qualitativ verbesserten Produkten mit hohem Sicherheitsstandard und Risikominimierung, mögliche Gefahrenquellen von Abbauprodukten werden erkannt und können kompensiert werden. Über ein direktes Kosteneinsparpotential hinaus bestehen Wettbewerbsvorteile darin, Recycling-Kunststoffe als Marketing-Instrument zu nutzen und neue Produkte auf dieser Basis aufzubauen. Da anwendungsrelevante und heutige kommerzielle Formulierungen herangezogen werden, ist eine Umsetzbarkeit der Erkenntnisse durch KMU sofort und unmittelbar möglich.
Das durchgeführte Forschungsprojekt ist in erster Linie für die kunststoffverarbeitende Industrie in den Bereichen Elektrotechnik, Bau und Transportwesen und insbesondere für Compoundeure, Masterbatch Hersteller, Hersteller von Kunststoffteilen für diese Anwendungen, sowie von Recyclingfirmen von Nutzen. Denn das Projekt unterstützt die erforderliche Umstellung von halogenhaltigen Flammschutzmitteln auf halogenfreie Systeme und die Entwicklung von recyclingfähigen, flammgeschützten Formulierungen für bestehende und neue Anwendungen. Deshalb ist es auch für die Lieferanten der Komponenten von Formulierungen wichtig, d. h. für die Hersteller von Kunststoffen, von Flammschutzmitteln und von Additiven.
Klein- und mittelständische Unternehmen profitieren in vielfältiger Weise von den vorliegenden Projektergebnissen: eigene Produktionsabfälle bei flammgeschützten Formulierungen können besser genutzt und Kosten eingespart werden. Die Erkenntnisse führen zu qualitativ verbesserten Produkten, mögliche Gefahrenquellen von Abbauprodukten werden erkannt und können kompensiert werden. Wettbewerbsvorteile bestehen weiterhin darin, Recycling-Kunststoffe als Marketing-Instrument zu nutzen und neue Produkte auf dieser Basis aufzubauen. Allein das Kosteneinsparungspotential bei einem für Europa geschätzten Markt von 3 Milliarden € an halogenfrei flammgeschützten Kunststoffen ist durch die Verwendung von Produktionsabfällen (5 %) auf 150 Mill. € jährlich einzuschätzen. Der Wert für Altkunststoffe ist darüber hinaus noch wesentlich höher.
Da anwendungsrelevante und heutige kommerzielle Formulierungen herangezogen wurden, ist eine Umsetzbarkeit der Erkenntnisse durch KMU sofort und unmittelbar möglich.