IGF-Kongress 2026: Gemeinsam Forschung in die Anwendung bringen
Am 29. September 2026 fand der IGF-Kongress des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) in Berlin statt. Zum Auftakt begrüßte Frau Alemany Sanchez de León, Leiterin der Unterabteilung „Innovative Wirtschaft“ im BMWE, die rund 100 Teilnehmenden aus den unterschiedlichen Stakeholdergruppen der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF).
Im Mittelpunkt des Tages standen Vernetzung und Austausch, neue Impulse für die Zukunft der IGF und die Frage, wie Forschung noch wirkungsvoller in die Anwendung gebracht werden kann. Keynotes, Workshops und eine interaktive Unterhausdebatte griffen aktuelle Themen rund um Förderverfahren, die Beteiligung von KMU, Vernetzung und Transfer auf.
Anwendungsnahe Forschung sichtbar machen
Wie anwendungsnahe Forschung in der IGF konkret aussehen kann, zeigten die drei Finalprojekte bei der Wahl zum „IGF-Projekt des Jahres 2026“. In Live-Pitches präsentierten die Projektbeteiligten ihre Forschungsergebnisse und machten deutlich, welchen konkreten Nutzen diese für die industrielle Praxis bieten. Anschließend entschied das Publikum über die Auszeichnung.
Herzlichen Glückwunsch an das Projekt „NbC-basierte Hartmetallzusammensetzungen als strategischer Werkstoffersatz für WC-Co in der Oberflächentechnik“ zum Titel „IGF-Projekt des Jahres 2026“!
Das Projekt hat NbC-basierte Hartmetalle als Alternative zu bislang eingesetzten wolfram- und cobaltbasierenden Verschleißschutzsystemen entwickelt. Die neuen Beschichtungen können mit vorhandener industrieller Anlagentechnik verarbeitet werden und bieten insbesondere für KMU das Potenzial, kritische Rohstoffe zu ersetzen und Materialkosten deutlich zu reduzieren. Damit kann das Projekt zugleich dazu beitragen, Abhängigkeiten von kritischen Rohstoffen zu verringern und die technologische Souveränität Deutschlands und Europas im Bereich leistungsfähiger Werkstoffe und Beschichtungstechnologien zu stärken.